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 Betreff des Beitrags: Regionale Spezialitäten
Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Juli 2008 18:58 
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Die gibt's ja eigentlich überall - Gerichte, die man nur in einer bestimmten Region kennt und woanders dann irgendwann vermißt. ^^

Oft handelt es sich um Dinge, die man woanders gar nicht kennt oder gar als nicht eßbar betrachtet.

In Friesland sollte man z.B. den Satz "Das Auge ißt mit" schleunigst aus dem Gedächtnis streichen, da vieles aussieht wie schon mal gegessen - schmecken tut es aber sehr wohl, wenn man sich erst mal zum Probieren überwunden hat. :D

Meine Friesland-Top 3:

  1. Labskaus
    Ich weiß, ich weiß liebe Hamburger, es ist euer Nationalgericht, aber erstens gibt es woanders auch Labskausfans und zweitens kann auch ich als gebürtige Friesin dem Zeug nicht widerstehen und darum gibt's jetzt gnadenlos das Rezept. Ein Problem ist, daß es eine Vielzahl von Varianten gibt, aus der ich Variation Nr. Schlagmichtot erwählt habe. Klar soweit? Dann guten Appetit!

    1-2 Dosen Corned Beef
    1 kg Kartoffeln
    4 Zwiebeln,
    2 Matjes,
    Schmalz,
    Pfeffer, Salz, Muskat
    4 Eier
    Rote Beete, Gewürzgurken
    Rollmops (alternativ geht auch Bismarck- oder Brathering)

    Corned Beef und Zwiebeln in etwas Schmalz kurz anbraten. Mit den gekochten und pürierten Kartoffeln vermengen und mit Pfeffer und Salz und Muskat abschmecken. Nun die Matjes entweder halbieren oder in kleine Stücke schneiden und dazugeben. Je nach Variante werden noch Gurken oder Rote Beete dazugemengt oder als Beilage gereicht (ich würde eher zur Beilage raten!). Dazu gibt's auf jeden Fall Spiegeleier und Rollmops (oder eben die Alternativen). :D
  2. Updrögt Bohnen

    Etwas für die ostfriesischen "Gourmets" und außerden noch eins der ostfriesischen Nationalgerichte. Die Bohnen hierzu (Sorte : "Hinrichs Riesen"/"Speckbohnen") werden nach der Ernte auf einen Faden gezogen und in der Küche oder auf dem Dachboden getrocknet und sollen so den typischen Geschmack erhalten.

    Zutaten:
    500g Bohnen
    500g Kartoffeln
    500g durchwachsenen Speck
    4 Pinkelwürstchen (Mettwürstchen)
    Salz und Pfeffer.

    Am Tag vorher die Bohnen in reichlich Wasser einweichen, danach in Stücke schneiden und in frischem Wasser etwa 30 Minuten kochen, das Wasser wechseln, den Speck zugeben und etwa 1-1.5 Stunden mit etwas Salz köcheln lassen. Nun Kartoffeln und Würste zugeben, gar kochen lassen, mit Pfeffer Salz und evtl. etwas Essig ab - schmecken und durchstampfen ( oder auch nicht^^ ).

    Zeitsparender geht's im Schnellkochtopf, da daurt's insgesamt nur ne halbe Stunde - die Kartoffeln sollte man dann allerdings extra kochen und erst zum Schluß mit hineinrühren - nach meiner Erfahrung vertragen sich Kartoffeln nämlich absolut nicht mit Schnellkochtöpfen. :lala:

    Eine prima Beilage hierzu sind übrigens eingelegte Kürbiswürfel, oder wie zum Laubskaus Rollmöpse und ähnliches. :bitte:

    Naja, hier ist Bier und der Korn danach wohl unvermeidlich - sonst ergibt tatsächlich jedes Böhnchen sein Tönchen.... :D
  3. Birnen unn Hüdel
    Das ist was für die "Süßes Kind"-Fraktion. :D
    Der "Hüdel" ist ein Hefekloß und wird auch, je nach Region, Klütje, Mehlpütt oder Puffert genannt. ^^
    In der Zubereitung ist es wohl eines der kompliziertesten Friesengerichte, aber wenn man Süßes mag, lohnt sich die Mühe wirklich!

    Zutaten für 4 Portionen:
    BIRNEN:
    (ich empfehle hier rote Kochbirnen) schälen, zuckern und in Pfanne karamellisieren, bis die Birnen weich geworden sind.

    HÜDEL:
    30 g Hefe
    1 TL Zucker
    1/2 L Milch, lauwarme
    800 g Mehl
    3 Eier
    1 EL Schmalz (Ersatz Butter)
    Salz

    Zubereitung:
    Hefe, Zucker und 4 EL lauwarme Milch miteinander verrühren und 10 Minuten stehen lassen.

    Restliche Milch, Mehl, Eier, etwas Butter, etwas Salz miteinander verrühren. Hefemilch hinzugeben und gut durchrühren. Teig an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

    In einem hohen Topf ca eine Handbreit Wasser zum Kochen bringen.

    Teig gut durchkneten und zum Kloß formen. In ein Küchentuch legen und dieses unter den Deckel hängen! Das Handtuch wird an den Griffen des Topfes befestigt. Der Hüdel darf aber nicht in das Wasser reichen, sondern sollte ein paar Zentimeter darüber sein. Der kochende Wasserdampf strömt nun an dem Hefekloß vorbei und bringt den Teig zum Garen. Garzeit beträgt ca 45 Min.! (Vorsicht: Die Dinger gehen AUF!!!)

    Tipp: Wem es mit dem Küchentuch zu kompliziert ist, kann es auch mit dem "Dämpfeinsatz" und dem (offenen) Schnellkochtopf probieren. Wichtig ist nur, daß das Wasser nicht verkocht.

    Natürlich kann man das Ganze auch in einer Klütjeform machen, sofern man diese denn besitzt. Die wird eingefettet, der Teig eingefüllt und der Klütje wird dann ca. 1 Stunde in Wasserbad gekocht. Den fertigen "Klütje" aus der Form lösen und auf einen Teller geben.

    Meine Pflegemutter hat da immer getrickst und den Hüdel einfach oben auf die Birnen gelegt, da sie diese ja eh gekocht hat - da ich aber mangels Birnbaum auf Kochbirnen-Konserven angewiesen bin, kann ich euch nicht aus eigener Erfahrung sagen, ob das nun besser oder schlechter funktionert oder überhaupt einen Unterschied macht. :spion:

    Der Hüdel muss heiß serviert werden, dazu werden die heißen Birnen und Vanillesauce gereicht.

    Tip: Für die Vanillesauce kein Saucenpulver, sondern Puddingpulver verwenden (dann einfach etwa die Doppelte Menge der auf der Packung angegebenen Milchmenge verwenden) - das wird die Sauce dickflüssiger und zumindest für meinen Geschmack wesentlich leckerer. :bitte:

Und was gibts bei euch so an speziellen Sachen? :D

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Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe - aber nicht dafür, was du verstehst.

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Spare Dir die Zeit, profilneurotischen Gerüchteverbreitern erklären zu wollen, daß ihr Handeln gemein und ethisch unrecht ist, denn emotional und sozial dumme Menschen werden ihr Ego immer über Ethik und Moral stellen und selbst wenn Du heute, als Nachweis ihres Unrechtes, direkt vor ihren Augen übers Wasser läufst, wird morgen mindestens einer von ihnen behaupten, Du könntest nur nicht schwimmen!

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Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Juli 2008 13:57 
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Also ich esse ganz gerne Bremer Pinkel, besser bekannt als Gün-/Braunkohl mit Bregenwurst.. Die Bregenwurst wird gemischt mit dem Kohl und anderem Fleisch, wie zum Beispiel Kassler oder Bauchfleisch serviert. Und dann haben wir noch den Calenberger Pfannenschlag, den esse ich aber nicht so gern. Zu beiden Gerichten kann man Salz- oder Bratkartoffeln essen. Da die Gerichte sehr gehaltvoll sind isst man sie vorzugsweise von November bis März. Ein anderes typisches Gerichte ist die Welfenspeise, die ich zu meiner Schande noch nie gegessen habe. Und hinterher braucht man dann eine Lüttje Lage.

Bremer Pinkel

Grünkohl putzen, welke Blätter und Stiele entfernen, gründlich waschen, in kochendes Salzwasser geben, zum Kochen bringen, 1-2 Minuten kochen lassen, abtropfen lassen und grob hacken.
Schmalz in einem Topf zerlassen, Zwiebeln hinzufügen bis sie glasig werden. Dann den Grünkohl und die Brühe hinzugießen, Senf beigeben, salzen und pfeffern.
Nach etwa 60 Minuten kochen Haferflocken unterrühren und Bregenwurst, Kassler und Bauchfleisch hinzufügen. Nochmals 15 Minuten garen.
Mit dem Salz würde ich sehr sparsam sein, da die Bregenwurst schon sehr würzig/salzig ist.
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Calenberger Pfannenschlag

Rinderwurst (Grützwurstmasse, kann man selber machen oder fertig kaufen) brät man in der Pfanne. Dabei muss sie etwas breiig bleiben und doch Krüstchen bilden. Dazu entweder Salzkartoffeln oder Bratkartoffeln und Sauergemüse.
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Welfenspeise

Welfenspeise ist eine zweischichtige Süßspeise, die aus einer weißen, gekochten Milch-Vanille-Creme besteht, unter die sehr steif geschlagener Eiweißschaum gehoben wird. Nach dem Erkalten kommt darüber eine gelbe Schicht von Weincreme aus geschlagenem Eigelb, Weißwein und etwas Zitronensaft.
Die Welfenspeise erhielt ihren Namen nach den Farben des Adelsgeschlechtes der Welfen (weiß / gelb) und gilt als kulinarische Spezialität aus Niedersachsen. Sie wurde von einem hannoverschen Koch erfunden und erstmals zum 200-jährigen Thronjubiläum des Herrscherhauses der Welfen serviert.
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Lüttje Lage

Eine Lüttje Lage besteht aus Lüttje-Lagen-Bier (2,8 %) und einem Schnaps (32 %) und wird nach traditionellem Brauch aus zwei speziellen Gläsern getrunken. Und zwar muss der Schnaps beim Trinken in das Bier laufen. Gar nicht so einfach :lol:
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Es grüßt die
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"Man hat einen Menschen noch lange nicht bekehrt, wenn man ihn zum Schweigen gebracht hat." Christopher D. Morley
Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Regionale Spezialitäten
Ungelesener BeitragVerfasst: 22. April 2011 00:08 
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Ich hab noch eine kleine Ergänzung zum Birnen und Hüdel - Rezept von Gine:

Meine Mutter hat immer ganz normale Kochbirnen vom Wochenmarkt genommen, diese wurden geachtelt und in etwas Wasser gar gekocht. Aber eben nicht ZERkocht, sie waren noch etwas fest. Statt Vanillesauce hat sie dann Vanillepuddingpulver in Wasser aufgelöst und in das heiße Birnenkompott gegeben. Dadurch wurde die enthaltene Flüssigkeit ganz einfach geleeartig angedickt und das schmeckte einfach super zum Hefekloß. Beides wurde dann natürlich heiß serviert. Übrig gebliebene Hüdel haben wir dann am nächsten Tag kalt gegessen. Aufgeschnitten und mit Butter bestrichen einfach nur lecker! Wer mag kann auch noch Marmelade drauf geben.


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