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Ungelesener BeitragVerfasst: 25. April 2010 21:25 
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Und wieder mal hab ich das Gefühl, dass wir schon mal einen Thread zu dem Thema hatten... [img]images/smiles/017.gif[/img]

Egal - Ich weiß nicht ob ihr das im hohen Norden mitgekriegt habt, aber bei uns stand heute mal wieder eine Wahl an, Bundespräsidentenwahl um genau zu sein, und ich bin mal wieder über die Denkens- und Handlungsweise der Leute entsetzt.
Ich geb ja gerne zu, dass die drei Möglichkeiten nicht sehr prickelnd waren. Welche Möglichkeiten gab es da schon?
    Möglichkeit Nummer 1: der amtierende Präsident, dem man nicht ganz zu Unrecht Untätigkeit vorwirft
    Möglichkeit Nummer 2: eine Mutter von 10 Kindern mit - nennen wir es mal konservativen Werten, die was gegen Ausländer hat und mehrfach öfffentlich Äußerungen getätigt hat, die man unter Umständen als Wiederbetätigung, auf jeden Fall aber als Verstoß gegen das Verbotsgesetz sehen kann
    Möglichkeit Nummer 3: ein Typ den vor seiner Kandidatur kein Schwein kannte, der alternative, insbesondere homosexuelle, Lebensweisen als Verfehlung ansieht und schon im Wahlkampf offen zugegeben hat, dass er nur Gesetze zulassen würde, die ihm persönlich (nicht der Partei, persönlich!) in den Kram passen
Wie gasagt, nicht gerade Wunschkandidaten und auch ich hab meine Wahl danach getroffen was ich für das kleinste Übel halte.
Aber wie kann es sein, dass - wenns sich mit den Wahlkarten überhaupt noch ausgeht - gerade mal 50% überhaupt wählen waren? Und selbst von denen hat ca. jeder 4te absichtlich weiß gewählt. Zugegeben, eine führende Partei hat dazu geraten, aber wie dämlich kann man eigentlich sein?
Ich bin einfach nur entsetzt, dass 50 Jahre anscheinend reichen um ein ganzes Volk vergessen zu lassen, dass es schon einmal dumm genug war der Politik absolutes Desinteresse entgegenzubringen. [img]images/smiles/wallbash.gif[/img]
Der einzige Lichtblick für mich ist, dass sich der Spruch "Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt sie zu wiederholen" heute noch nicht bewahrheitet hat und die rechte Schiene weit hinter ihren eigenen Erwartungen zurückgeblieben ist. Alles in allem trotzdem sehr traurig...
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"Der Legende nach waren diese Wolken Schafe, die eines Tages einfach über die Klippe hinausgewandert waren, auserwählte Schafe, die am Himmel weiterweideten und niemals geschoren wurden. In jedem Fall waren sie ein gutes Zeichen.
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“Alle Kinder sind als Künstler geboren. Das Problem ist, ein Künstler zu bleiben, wie wir aufwachsen.”
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Ungelesener BeitragVerfasst: 26. April 2010 11:56 
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Ja, ich erinnere mich auch an einen Thread über Demokratie, und ob diese die beste Staatsform sei.

Wie so oft halte ich es da mit Churchill, der sagte: "Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen." Oder anders ausgedrückt, die Demokratie ist noch das kleinste aller Übel. Die Demokratie ist langsam, teuer und ineffizient, aber zumindest hat sie uns die längste europäische Friedenszeit seit Beginn der Geschichtsschreibung beschert. Nie zuvor hat es in Europa so lange keinen Krieg gegeben, und alleine deshalb möchte ich in keiner anderen Staatsform leben.

"Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit.", sagte Thomas Jefferson, und unter diesem Aspekt bin ich der Auffassung, daß viele Menschen nicht reif für die Demokratie sind. Wer aus Bequemlichkeit nicht wählen geht und sich darauf verläßt, daß "die da oben" schon alles regeln werden, der gefährdet damit die Demokratie. Sangeswunder hat mal geschrieben "Wählen ist wie Zähneputzen - wenn man es nicht tut, wirds braun und rot.", und auch sie hat Recht. Extremistische Parteien profitieren von geringer Wahlbeteiligung, weil diese Randgruppen ihre Wähler immer an die Urnen bekommen. Nicht umsonst zieht die Partei "Die Linke" in immer mehr Landtage ein, und wer damit kein Problem hat, sollte sich mal den Verfassungsschutzbericht des nordrhein-westfälischen Innenministeriums für das Jahr 2009 durchlesen.
Innenministerium NRW hat geschrieben:
Nach wie vor gibt es bei der Partei ‘DIE LINKE‘ Anhaltspunkte für den Verdacht linksextremistischer Bestrebungen, dieser Verdacht wird durch Hinweise erhärtet, daß die Partei Ziele verfolgt, die im Widerspruch zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung stehen. Zudem fördert sie weiterhin innerhalb der eigenen Partei offen extremistische Strömungen und arbeitet außerhalb der Partei mit Gruppierungen aus dem linksextremistischen Spektrum zusammen. Die Partei hat in Teilen ein indifferentes Verhältnis zur Gewalt und sie vermeidet nach wie vor eine klare Distanzierung zur Diktatur der DDR.
So verwundert es kaum, daß die Linkspartei bei unserer letzten Bundespräsidentenwahl einen Kandidaten aufgestellt hat, der ähnliche Aussagen von sich gegeben hatte wie Minos Kandidat 3, nämlich Gesetzen, die ihm nicht in den Kram gepaßt hätten, die Unterschrift verweigern wollte. Darüber hinaus wollte er Personen verhaften lassen, nur weil sie erfolgreich sind, ohne gegen irgendwelche Gesetze verstoßen zu haben.

Ich möchte jedenfalls in einem Land leben, in dem weder rechte noch linke Kräfte an der Macht sind, in dem Meinungsfreiheit herrscht und in dem jeder seines eigenen Glückes Schmied ist. Und weil das so ist, mache ich auch regelmäßig von meinem Wahlrecht Gebrauch, vor allem bei Wahlen, auf die es wirklich ankommt, wie Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen.

EDIT: Ein großer Teil der Politikverdrossenheit vieler Bürger liegt sicher auch an der Beliebigkeit vieler Politiker, die populistisch immer ihr Fähnchen nach dem Wind hängen. Da verteufelt so mancher seine eigenen Entscheidungen, die er noch vor 10 Jahren als "alternativlos" gegen jeden Angriff verteidigt hat. Andere betreiben vor einer Wahl akute Ausschließeritis, mit wem sie auf keinen Fall zusammenarbeiten werden, und wenn das Wahlergebnis dann anders ausgefallen ist als erhofft, bricht man seine Versprechen halt, die man ohnehin nur abgegeben hatte, weil man sonst (noch) weniger Stimmen bekommen hätte. Politiker, die wirklich zu ihrem Wort stehen und auch unbequeme Wahrheiten aussprechen und sich dafür anfeinden lassen, gibt es nur noch wenige, aber man kann sich diese ja rauspicken und ihnen seine Stimme geben.
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»Politiker verstehen unter Dialog mit dem Islam aktive Ignoranz von Problemen.
Sie setzen sich lieber dafür ein, daß wir noch mehr Moscheen bauen, während in Pakistan die Kirchen brennen.«

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»Integration in eine Gesellschaft ist der einzig mögliche Weg, die Funktionsweise, die gemeinsamen Hoffnungen und Träume, ja, die grundlegenden Gefühle ihrer Mitglieder zu begreifen, und die Integration kann erst beginnen, wenn man die Sprache der Menschen beherrscht.«
John Madison: "Nothing for ungood"

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Die Faschisten der Zukunft werden sich Antifaschisten nennen. (Winston Churchill)

Wir haben in der Vergangenheit nicht deutlich gemacht, daß Nationalsozialisten in erster Linie Sozialisten waren, und daß Nationalsozialisten Leute waren, die im Großen und Ganzen kollektivistische Lösungen angestrebt und durchgeführt hatten. (Edmund Stoiber)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 2. Mai 2010 14:23 
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Ich habe den Thread, in dem wir das Thema schon einmal hatten, übrigens wiedergefunden: http://zauberwelt.foren-city.de/topic,2237,-monarchie-vs-demokratie.html
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Ungelesener BeitragVerfasst: 1. September 2010 10:56 
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Manchmal stelle ich mir die Frage, ob wirklich noch alle unsere Parteien auf demokratischem Boden stehen. Vor allem bei der Meinungsfreiheit gibt es große Defizite. Man sollte ja annehmen, daß wir alle aus 40 Jahren DDR gelernt haben, aber noch immer gibt es Kräfte, die rigoros jede andere Meinung als die eigene verteufeln und mit allen Mitteln unterdrücken wollen - notfalls mit Zensur. In diesem Artikel geht es um Dr. Thilo Sarrazin, aber darum geht es mir gerade nicht. Vielmehr ist mir darin ein Satz des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel sauer aufgestoßen:
Sigmar Gabriel hat geschrieben:
"Wir wollen nicht, daß seine Argumentation zum sozialdemokratischen Meinungsspektrum gehört."
Ob das nun Meinungsfreiheit oder Meinungsdiktatur ist, dazu soll sich jeder seine eigene Meinung bilden.
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Ungelesener BeitragVerfasst: 1. September 2010 11:47 
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Ach ja, die Diskussion um und über den Herrn Dr Thilo Sarrazin...

Ich finde es ja auf jeden Fall schonmal putzig, das sich die Bundesband und die SPD von ihm distanzieren will, weil er eine Meinung hat und sie vertritt.
Habe gestern in unserer Zeitung gelesen, das er eine Lesung aus seinem Buch Deutschland schafft sich ab in Hildesheim in der Decius-Filiale hätte halten sollen.
Die 200 Karten waren schon lange ausverkauft. Die Lesung wurde jetzt abgesagt (in Berlin im Haus der Kulturen u.a. auch!).
Das Sicherheitsrisiko sei zu hoch - gut, in meinen Augen hat der Buchhändler richtig gehandelt, um seine Kunden und Angestellten zu schützen, aber es ist schon traurig, das es soweit kommt, das man (s)eine Meinung nicht mehr öffentlich kuund tun kann, weil sie kontrovers ist, bzw. einige Leute noch immer Angst haben, als Nazis abgestempelt zu werden.

In anderen Ländern längst gang und gebe, das die Zuwunderungsgesetze verschärft sind, nur Deutschland hängt auf Grund seiner Geschichte hinterher? Frechheit! Wo sind wir denn dann wieder mit der Gleichberechtigung?
Haben wir etwa ein "Nazigen" in uns, weil vor 60-70 Jahren die Bewohner Deutschlands einem Arschloch hörig waren? Weil sie es nicht besser wussten? Weil sich in schlechten Zeiten jeder selbst der Nächste ist?
Es war keinesfalls eine "moderne" Idee - Judenhass wurde bereits im Mittelalter propagiert! Aber nicht nur in Deutschland (das, nebenbei bemerkt, so wie wir es kennen, erst seit kurzer Zeit besteht - weltgeschichtlich gesehen) sondern auch im ganzen Rest der "alten Welt".
Dazu gehören Frankreich, die Niederlande, Italien und Russland - tonangebende Reiche, um es mal so zu formulieren.
In allen wurde der Jundenhass propagiert, es gab Straßenzüge, in denen nur Juden leben durften. Die ersten Ghettos, wenn man so will.

Aber alle Schuld wurde und wird auf Deutschland abgewälzt, weil das Gräuel dort seinen Anfang nahm - bzw. einen Anfang, an der noch nicht so weit zurück liegt und an den sich alle erinnern können.
Das hat bis heute nicht aufgehört und ich finde es erschreckend, einschüchternd und entsetzlich, das sich ein Großteil der Bevölkerung immer noch diesen Schuh anzieht "Wenn ich jetzt was gegen Achmed sage, bin ich ein Nazi" - ich könnte heulen.
Dem ist doch nicht so!
Warum soll es einen Unterschied machen, ob ich etwas zu einem Deutschen sage, oder zu einem Deutschen der einen Migrationshintergrund hat?
Warum? Warum zählt da die Gleichberechtigung nicht mehr?
Wenn jemand etwas falsch macht, weise ich ihn darauf hin. Und es ist mir egal, wer da vor mir steht. Weil es keinen Unterschied macht, Fehler ist Fehler, bleibt Fehler immer und ewig.
Klar fühlen sich beide auf den Schlips getreten, aber das Dumme ist, das man gleich wieder als rassistisch abgestempelt wird, wenn man was zu Achmed sagt. Den Leuten bleibt immer nur das Schlechts im Kopf, des Wegen erinnert sich auch niemand daran, das ich Achmed nach Hause gefahren habe, nachdem sein Wagen nicht anspringen wollte. Oder das ich ihm einen Auftrag abgenommen habe, weil seine Frau gestürzt war und er zu ihr ins Krankenhaus wollte. Dinge, die für mich selbstverständlich sind; Hilfsbereitschaft signalisieren, wenn sie gebraucht wird.

Nun denn. Genug davon. Zurück zu Sarrazin.
Das Buch ist zur Zeit nicht lieferbar - anscheinend interessieren sich doch mehr Menschen dafür als man hätte annehmen sollen.
Ich denke, ich werde es mir auf jeden Fall auch kaufen und durchlesen.
In meinen Augen spricht Sarrazin genau die Problematik an, die seit ewiger Zeit in Deutschland herrscht: Man meint, den Zuwanderen helfen zu müssen, um sich nicht als Nazistaat beschimpfen lassen zu müssen.
Man steckt Geld und Zeit in dieses "Projekt".
Erfolg: Die Zuwanderer haben eine trockene Bude, kommen mit dem Geld gut über die Runde ohne etwas dafür tun zu müssen.
Folge: Es spricht sichh rum, immer mehr Zuwanderer kommen ins Land. Man kann nicht sagen "Nein, geht nicht.", weil man die Verwandschaft schon reingelassen hat.
Erfolg: Es bilden sich in den Städten mehr oder weniger organisierte und isolierte Straßenzüge in denen die Menschen sich ihre eigene kleine, heile Welt in dem rauen und harten Staat aufbauen.
Folge: Die Landessprache wird nicht oder nur unzureichend erlernt. Schwarzarbeiter werden in keiner Arbeitnehmer geführt und verfälschen andere Statistiken (u.a. Arbeitslosenzahlen).
Erfolg: Sie kassieren doppelt: Schwarzarbeit und Hartz IV (wenn sie eingebürgert sind).

Aber diese Problem herrscht nicht nur bei den Zuwanderern, nein, man kann es auch ganz leicht auf so viele "Deutsche" ummünzen, die lieber gar nichts machen und dafür fett kassieren.

Die Hartz IV Beiträge sollen erhöht werden - Aber Studenten bekommen kein BaföG, weil der Papa theoretisch zu viel verdient. Praktisch muss er allerdings seine Familie ernähren, eine Hypothek abbezahlen und braucht vielleicht auch noch demnächst ein neues Auto.
Mhmm, ja toll.
Bildung wird bestraft. So stellt sich das für mich dar.

Eine Freundin berichtete gestern von einem ihrem Vater bekannten Ingenieur, der nicht mehr weiter arbeiten konnte, da er an Rheuma erkrankt war. An guten Tagen kann er ein Buch halten und lesen, an schlechten liegt er im Bett und hadert mit seinem Schicksal.
Hartz IV bekommt er aber nicht - er wolle auf Kosten des Staates leben, hieß es in der Begründung, er könne weiter arbeiten, wenn er denn wolle.
Des Wegen hat er auch acht Jahre studiert und weitere 20 immer gearbeitet.
Kein weiterer Kommentar :roll:



Gut, ich schweife mal wieder ab. Ich lasse es jetzt lieber bleiben, das gehört hier eher nicht so hin.
Meine Meinung: Freie Meinungsäußerung sollte freie Meinungsäuérung bleiben, auch wenn sich Leute davon auf den Schlips getreten fühlen.
Life's a bitch and then you die.
Wozu gibt es ein Gesetz dafür, wenn man doch nicht hören will, was andere Leute sagen UND meinen?!
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Die Krönung all der Häßlichkeiten dieses Universums und der unbekannten Universen ist jedoch mit ziemlicher Sicherheit der Mensch. Die Menschen, sie sind so... Sie sind böse, gemein, verschlagen, selbstsüchtig, habgierig, grausam, wahnsinnig, sadistisch, opportunistisch, blutdürstig, schadenfroh, treulos, heuchlerisch, neidisch und - ja, das vor allem - strohdumm! Die Menschen, so sind die Menschen.
Akif Pirinçci, Felidae

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Warnung für Allergiker: Dieser Post kann Spuren von Nüssen, Fischmehl und Ironie enthalten!


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Ungelesener BeitragVerfasst: 3. September 2010 12:13 
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Nun ja, die diversen Umfragen zeigen deutlich, wie die Mehrheit der Deutschen zu Sarrazins Thesen steht, und daß sein Buch sofort vergriffen war, spricht ebenfalls eine deutliche Sprache, aber wie bisher auch werde ich vorerst meine Meinung zu Sarrazin für mich behalten. :wink:

Vielmehr möchte ich das Thema "In anderen Ländern längst gang und gebe, das die Zuwunderungsgesetze verschärft sind, nur Deutschland hängt auf Grund seiner Geschichte hinterher?" aufgreifen. Das Dritte Reich ist in linken Kreisen komischerweise ganz nebensächlich, wenn es um Antisemitismus geht. Im Gegenteil wird fast gebetsmühlenartig vor jeder Israelkritik der Satz "Unsere Geschichte nimmt uns nicht das Recht, Israel zu kritisieren" heruntergebetet. Dieselben Leute, die bei jedem kleinen Kratzer im Autolack die Polizei rufen, verlangen allen Ernstes von Israel, auf Selbstmordattentate durch Palästinenser gelassener zu reagieren. Sie kritisieren die Abschottung der Palästinensergebiete durch Mauern und Zäune, obwohl diese unglaublich erfolgreich bei der Terrorbekämpfung sind und die Attentate seitdem deutlich zurückgegangen sind. Daß Israel die einzige funktionierende Demokratie im gesamten Nahen Osten hat, ignorieren sie ebenso wie die Tatsache, daß die Juden nunmal die älteren Rechte am Heiligen Land haben. Es steht ihnen zu, seit Moses es vor 5000 Jahren in Besitz genommen hat.

Im Gegensatz zu manchen dieser Kritiker haben die Juden aus ihrer Geschichte gelernt. Die Stillhaltetaktik ohne Gegenwehr hat sich im Dritten Reich als verhängnisvoll erwiesen, und deshalb wehren sie sich heute. Ich kann ihnen das nicht verübeln. Die Juden sind jedenfalls nicht Schuld an der Palästinenserproblematik. Sie sind ein offenes und tolerantes Volk, wie ich selbst schon am eigenen Leib erfahren konnte. Bei meiner Israelreise vor 10 Jahren wurde ich im Hotel unter anderem von einer offensichtlichen Holocaustüberlebenden bedient (man konnte die tätowierte Nummer sehen). Diese Frau wußte natürlich, woher ich kam, hatte aber mir gegenüber nicht die geringsten Vorbehalte, sondern war immer freundlich. Natürlich war mir vom Verstand her klar, daß ich an dem, was dieser Frau von Deutschen angetan worden war, persönlich nicht die geringste Schuld hatte, trotzdem hätte ich Verständnis für eine ablehnende Haltung von ihrer Seite her gehabt, diese hatte sie aber nicht. Überhaupt wurde unsere Reisegruppe von allen Juden sehr freundlich behandelt. Das Hakenkreuz, das in unseren Bus geritzt wurde, haben wir nach einem Aufenthalt im Palästinensergebiet vorgefunden...

Antisemitismus kommt in Deutschland schon lange nicht mehr von Rechts, sondern von Links. Ich habe jedenfalls noch keine Israelkritik von der NPD gehört, wohl aber von der Linkspartei...
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