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 Betreff des Beitrags: Was ist Gerechtigkeit?
Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Februar 2009 13:28 
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Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, daß sich viele Menschen auf "Gerechtigkeit" berufen. Dabei scheinen aber sehr unterschiedliche Vorstellungen zu herrschen, was überhaupt gerecht ist.

Als "soziale Gerechtigkeit" wird oftmals propagiert, daß Reiche was abgeben müssen, das dann den Armen gegeben wird. Bei aller Robin-Hood-Romantik: Ist das wirklich gerecht? Ist es gerecht, daß jemand, der hart für seinen Wohlstand arbeitet, diesen abgenommen bekommt, damit der, der nichts tut, es genauso gut hat? Ist es gerecht, Fleiß zu bestrafen und Faulheit zu belohnen?

Könnte man den Spieß nicht auch umdrehen? Wäre es nicht auch sozial gerecht, wenn jeder dieselbe Last tragen müßte. Also gleiche Steuern für alle, unabhängig vom Einkommen?

Ich bin wirklich kein Gegner des Sozialstaates. Leider sind Begriffe wie "sozial schwach" aber schon wieder ad absurdum geführt, da damit jeder bezeichnet wird, der Sozialleistungen bezieht, ganz egal, ob er tatsächlich nicht für seinen Lebensunterhalt sorgen kann, oder es nur nicht will. Völlig klar ist, daß z.B. ein alleinerziehender Elternteil nicht Vollzeit arbeiten kann. Und für solche Personen haben wir ja auch Sozialleistungen. Hier kann ja auch von Faulheit keine Rede sein. Wer Kinder erzieht, erfüllt damit einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Menschheit.

Leider habe ich aber mehr und mehr den Eindruck, daß die wirklich Bedürftigen immer weniger und die Sozialschmarotzer immer mehr werden. Und das Unverschämteste daran ist, daß diese dann nicht dafür dankbar sind, daß sie Sozialleistungen erhalten, sondern immer mehr und mehr einfordern.

Früher sagte man mal, die Hand, die einen füttert, schlägt man nicht. Warum also schlagen Hartz-4-Empfänger auf diejenigen ein, die das Geld, das sie bekommen, erwirtschaften? Warum bekommen die Linken immer mehr Zuspruch? Wissen die Leute nicht, daß Geld nicht auf Bäumen wächst, sondern erwirtschaftet werden muß? Denken sie wirklich, man kann die Leistungsträger immer mehr melken, damit es den Leistungsempfängern besser geht? Und vor allem, glauben wie wirklich, daß diese das mitmachen werden? Oder will man sie dazu zwingen und durch eine Mauer daran hindern, ihre Leistungen lieber im Ausland zu erbringen, wo sie noch etwas davon haben?

Es ist aber nicht nur der Sozialstaat, man bemerkt es überall im Leben. Z.B. auch bei DSDS. Wie kann es sein, daß jemand, der absolut nichts kann und nichts hat außer einer großen Fresse, glaubt, daß das genügt, um als Sänger reich und berühmt zu werden? Warum glauben manche, daß sie ein Recht darauf haben, es im Leben ohne Anstrengung gut zu haben? Gestern war bei DSDS zum zweiten Mal ein Friseur, dessen einzige Stärke darin besteht, herumzupöbeln. Bildet der sich wirklich ein, daß er damit Erfolg haben wird? Denkt er, es hilft ihm weiter, wenn er die, von denen er etwas will (nämlich die Jury) aufs übelste beschimpft? Meint er, das fände jemand beeindruckend? Warum sollte man jemanden wie ihn weiterlassen?

DSDS ist keine Wohltätigkeitsveranstaltung. Dort kommen nur solche Leute weiter, mit denen RTL Geld verdienen kann, das sollte man sich klarmachen. Meint so ein Spinner ernsthaft, daß sich mit seinen Pöbeleien CDs verkaufen lassen, bzw. daß das jemand kaufen würde? Im letzten Jahr meite er, er hätte eine Chance verdient. Bär Lesker fragte ihn damals, wie er darauf komme. Jeder ist seine eigenen Glückes Schmied, und wer nichts kann, darf sich nicht wundern, wenn ihm nicht von anderen zum Erfolg verholfen wird.

Um zur Ausgangsfrage zurück zu kommen: Was ist Gerechtigkeit?

Für mich ist Gerechtigkeit, wenn man für Leistung belohnt und nicht bestraft wird. Die Menschen sind nicht gleich, und der Versuch, alle gleich aussehen zu lassen, ist für mich die größte Ungerechtigkeit, die es gibt. Früher war es bei uns in der Firma so, daß von denen, die ihr Arbeitspensum erledigt hatten, erwartet wurde, daß sie denen, die noch nicht fertig waren, einen Teil der Arbeit abnahmen. Fleiß und Schnelligkeit wurden also bestraft (man mußte noch mehr arbeiten), während Langsamkeit und Faulheit belohnt wurden (man mußte weniger arbeiten). Das führte natürlich dazu, daß die Schnellen anfingen, zu bummeln, damit sie auch weniger arbeiten mußten. Irgendwann wurde dann mal bemerkt, daß immer weniger Arbeit geschafft wurde, und dann wurde das geändert. Wer früher fertig war, durfte früher gehen. Und schon wurde wieder schneller gearbeitet.

Nur so kann eine Gesellschaft funktionieren, und nur so ist es gerecht. Leistung muß sich lohnen, sonst ist niemand mehr leistungsbereit. Und dann sind zwar vielleicht alle gleich, aber auch alle gleich arm!

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Wir haben in der Vergangenheit nicht deutlich gemacht, daß Nationalsozialisten in erster Linie Sozialisten waren, und daß Nationalsozialisten Leute waren, die im Großen und Ganzen kollektivistische Lösungen angestrebt und durchgeführt hatten. (Edmund Stoiber)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Februar 2009 14:28 
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Eine absolut nicht leichte Frage...
Allgemein möchte ich dir mal Recht geben, dass gute Leistungen belohnt und nicht bestraft gehören. Und ich kanns mir nicht verkneifen festzustellen, dass die Chefs deiner Firma ziemliche Vollkoffer sein müssen, wenn sie diese Reaktion der fleißigen Arbeiter nicht haben kommen sehen. So reagieren schon 6-jährige Kinder in der Schule wenn sie, nur weil sie schneller sind als andere, Zusatzarbeit aufgebrummt bekommen und ich denke schon, dass man von deinen Kollegen (jedenfalls von den meisten :D) die geistige Leistung eines Sechsjährigen erwarten kann.

Persönlich bin ich davon überzeugt, dass positive Bestätigung sowieso besser und langfristiger hält als positive Bestrafung, aber ist das Vordern von Gerechtigkeit wie in deinem Beispiel von der Arbeit zwangsläufig etwas Positives?
Was ist zum Beispiel mit Menschen, die Straffällig geworden sind. So eine Gefängnisstrafe ist ja alles andere als angenehm, aber ist es nicht auch gerecht, dass diese Menschen bestraft werden?
Deshalb würde ich das so gern gebrauchte und auch oft missbrauchte Wort Gerechtigkeit lieber als Konsequenz bezeichnen. Wenn jeder die Konsequenzen seines Tuns aufgetischt bekommt ob nun positiv oder negativ, dann könnte man diese Situation wohl als gerecht bezeichnen.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Februar 2009 15:34 
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Meiner Meinung nach ist das der Grund warum Kommunismus nicht funktioniert. Wer hängt sich da schon noch groß rein? Es ist zwar eine nette Idee, aber mit Menschen funktioniert das einfach nicht, da gibts immer Idioten.

Zitat:
Früher war es bei uns in der Firma so, daß von denen, die ihr Arbeitspensum erledigt hatten, erwartet wurde, daß sie denen, die noch nicht fertig waren, einen Teil der Arbeit abnahmen. Fleiß und Schnelligkeit wurden also bestraft (man mußte noch mehr arbeiten), während Langsamkeit und Faulheit belohnt wurden (man mußte weniger arbeiten). Das führte natürlich dazu, daß die Schnellen anfingen, zu bummeln, damit sie auch weniger arbeiten mußten.


Da muss ich dran denken, als ich in der 13ten mal wieder der einzige war, der die Lektüre in Deutsch gelesen hatte. Alle anderen haben das Buch nich mal angesehen. Eigentlich sollte da die Klausur drüber gehen und ich hab das Buch nicht nur gelesen, sondern mich auch brav eingearbeitet und hatte richtig Ahnung. Kurz vor der Klausur hat mein Lehrer dann das Thema geändert. Die faulen Säcke wurden belohnt und ich hatte umsonst saumäßig viel Zeit mit der Arbeit verbracht. Nachdem ich dem Lehrer aber Druck gemacht hab, hat er das Thema zur Lektüre nochmal hinzugefügt, man konnte sich also das Thema aussuchen. Als ich dann zu schreiben hatte musste ich feststellen, dass er dafür das Thema so schwer gemacht hatte, dass es keiner nehmen würde. Außer mich. Ich war der Einzige, der es versucht hat.

Ich hab dann 5 Punkte drauf bekommen, also ne 4. Sowas schneidet schon ein, wenn man sonst immer 13 Punkte, also ne 1, hatte. Angeblich eine Themaverfehlung. Er hat aber später zugegeben, dass ich schon recht hatte und es eigentlich ne eins gewesen wäre, aber er hat die Noten schon eingetragen und so weiter... Im Endeffekt hat das meinen Abiturschnitt um 0,1 heruntergezogen. Dafür hab ich dem Lehrer aber dann so einigen Ärger verursacht.

Allgemein hab ich zu sagen: Gerechtigkeit ist Definitionssache. Man kann zwar eine Definition bringen, die viele Menschen als teilweise richtig empfinden, aber jeder Mensch hat da andere Vorstellungen, die sich auch oft ändern. Gerecht wäre die Welt, wenn man einander vertrauen könnte und es jeder gut meinen würde, das funktioniert aber nicht.

Schmarotzer gibt es überall, aber... wenn es sich nicht um Extremfälle handelt, dann seid mal ehrlich, wer würde denn eine gute Gelegenheit verpassen wollen was zu schmarotzern?

Fazit: Miau.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Oktober 2010 11:10 
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Im Moment gibt es ja mal wieder viele Menschen, die sich über die ach so ungerechte Hartz-IV-Reform aufregen. Eine Erhöhung in Höhe von "nur" 5 Euro sei ja viel zu wenig, und das Sparpaket nehme ja nur von den Armen und verschone die Reichen.

Dazu zunächst einmal: Eine Umverteilung "von unten nach oben", wie sie die Linkspartei ja verteufelt, kann es logischerweise gar nicht geben, denn wie will man jemandem, der nichts hat und nichts erwirtschaftet, etwas wegnehmen? Es gibt also keine Umverteilung von unten nach oben, sondern nur weniger Umverteilung von oben nach unten. Tatsache ist, daß das aktuelle Sparpaket das erste in der Geschichte der Bundesrepublik ist, das von ALLEN Bürgern Opfer verlangt und nicht einseitig die Leistungsempfänger ausklammert und nur dem Steuerzahler noch mehr Geld abknöpft.

Wer auf Kosten der Allgemeinheit lebt, sollte dankbar für jeden Cent sein, den er bekommt, denn er tut ja nichts dafür, und nicht noch mehr einfordern. Die Höhe der Hartz-IV-Erhöhung wurde nicht von Politikern willkürlich festgelegt, sondern ergibt sich aus profunden Berechnungen, und jede andere Partei hätte exakt dieselbe Erhöhung durchgesetzt, wenn sie an der Regierung wäre. Wenn die Opposition jetzt also dagegen Stimmung macht, ist das verlogen und populistisch.

Gewisse Kreise verallgemeinern gerne. Sie tun so, als sei JEDER Hartz-IV-Empfänger eine arme Sau, die unverschuldet in Not geraten ist und sich nichts sehnlicher wünscht, als mit Arbeit ihr Leben selbst zu finanzieren. Niemand bestreitet, daß es solche Empfänger gibt, aber so zu tun, als gäbe es nicht auch die anderen, die lieber faul den ganzen Tag Talkshows gucken und die bewußt jeden Vermittlungsversuch der ARGE sabotieren (z.B. indem sie im Jogginganzug zum Vorstellungsgespräch gehen), ist einfach nur unverantwortlich.

Hartz IV ist nur dafür da, die Grundbedürfnisse zu sichern, nicht, auf Kosten der Steuerzahler ein bequemes Leben zu führen. Es ist dafür da, daß niemand Hunger und Durst leiden muß, und daß man ein Dach über dem Kopf hat. MEHR NICHT! Wirkliche Armut gibt es in Deutschland nicht. Wirkliche Armut gibt es in den Ländern der Dritten Welt, in denen die Menschen verhungern. Verglichen mit denen ist in Deutschland auch jeder Leistungsempfänger steinreich.

Und eine Frage hat bisher noch kein Politiker jemals beantwortet: Was ist daran gerecht, daß ich für meinen Lebensunterhalt arbeiten muß und andere nicht?

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Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Oktober 2010 11:20 
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So funktioniert das System nicht.

Ein Sozialstaat funktioniert nunmal so, dass alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber in mehrere große Töpfe (Rente, Kranken, Arbeitslosigkeit) einzahlen. Und die bedürftigen, die aus verschiedenen Gründen nicht arbeiten können oder wollen beziehen Leistungen aus diesen Töpfen.

Man darf eben nicht vergessen die Zahl der Berufsunfähigen ständig steigt auf Grund von psychologischen oder physischen Gebrechen. Diese Leute, die ein große Zahl ausmachen, darf man nicht verurteilen, wir sind keine Ärzte die dies feststellen können. Die bekommen vermutlich das meiste Geld aus den Töpfen.

Es gibt auch Sozialschmarotzer ohne Frage, aber über einen Kamm scheren darf man jene nicht. Die Hartz IV Empfänger die Zuhause sitzen und Talkshows gucken sind nicht alle unwillig zu arbeiten, es ist mit Anfang 30 ohne Studium oder gute Ausbildung wirklich schwer einen Job zu finden. Geschweige denn eine Lehre anzufangen wenn man nicht mindestens einen guten Realschulabschluss oder die Fachhochschulreife gemacht hat, wenn man eben noch jünger ist. Unterschätz das nicht.

Zum Thema Gerechtigkeit:



Zitat:
Der Begriff der Gerechtigkeit (griechisch: dikaiosüne, lateinisch: iustitia, englisch und französisch: justice) bezeichnet einen idealen Zustand des sozialen Miteinanders, in dem es einen angemessenen, unparteilichen und einforderbaren Ausgleich der Interessen und der Verteilung von Gütern und Chancen zwischen den beteiligten Personen oder Gruppen gibt.


"angemessen" ist subjektiv, "unparteilich" gibt es nicht wenn Menschen beteiligt sind,

Das einzig wirklich gerechte wäre wohl Anarchie, ein Zustand den sich keiner auszumalen vermag und der, sage ich, auch nicht erstrebenswert ist.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Oktober 2010 11:53 
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WIE funktioniert das System nicht? Ich stelle nicht das Sozialsystem in Frage, sondern bin im Gegenteil dafür, daß es für das eingesetzt wird, wofür es gedacht ist: für Bedürftige.

Es gibt aber nunmal leider nicht ein paar Schmarotzer im System und viele Bedürftige, sondern es ist genau umgekehrt. Das weiß ich von jemandem, der 18 Jahre lang im Sozialamt gearbeitet hat, sich mithin also aus erster Hand auskennt. Damit genug Geld für die wirklich Bedürftigen da ist, muß als allererstes der Mißbrauch eingedämmt werden. Der Feind des Armen ist nicht der Reiche (der das Geld für den Armen zur Verfügung stellt), sondern der Faule (der Geld vom Staat bekommt, obwohl er selbst arbeiten könnte).

Wie Thilo Sarrazin in seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" darstellt (und worin ich ihm zustimme), löst man mit mehr Sozialtransfers nicht die Probleme der Empfänger, sondern man verschärft sie noch, weil man ihnen jede Motivation nimmt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es ist eine unleugbare Tatsache, daß es umso mehr Leistungsempfänger gibt, je höher die Transferleistungen sind, obwohl es ja nach linker Lesart genau umgekehrt sein sollte. Leider sprechen Zahlen, die bekanntermaßen nicht lügen, eine andere Sprache.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Oktober 2010 14:22 
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Da kann man natürlich nur zustimmen. Härtere kürzungen des Hartz IV müssten durchgesetzt werden (bei eben jenen faulen Sozialschmarotzern), was aber nicht zu machen ist, weil Hartz IV und unser Grundgesetz (sprich das kein Mensch verhungern darf, oder generell Not leiden darf) nicht im Einklang stehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Gerechtigkeit?
Ungelesener BeitragVerfasst: 16. April 2011 20:09 
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Die Bundesregierung will Hartz-4-Empfänger als Zivi-Ersatz verpflichten, wenn es aufgrund der wegfallenden Wehrpflicht zu einem Engpaß bei den Zivildienststellen kommt (Quelle).

Ich persönlich halte dies für eine sehr gute Idee! Der verlinkte Artikel hat zwar eine sehr manipulative Umfrage mit der Antwortoption "Bitte nicht! Ich möchte von jemandem versorgt werden, der das aus Überzeugung tut und nicht, weil er dazu gezwungen wird.", beantwortet aber nicht die Frage, warum es okay war, junge Wehrdienstverweigerer zum Zivildienst zu zwingen, dasselbe bei Hartz-4-Empfängern aber plötzlich nicht gehen soll. Denn viele Zivildienstleistende wurden dazu ebenso gezwungen und haben es nicht aus Überzeugung getan. Wo ist also der Unterschied?

H4ler haben natürlich in Deutschland mit der Linkspartei und der SPD eine starke Lobby, die den bisherigen Wehrpflichtigen gefehlt hat, das ist aber auch schon der einzige Grund, der mir einfallen will, warum etwas, das dem einen ohne weiteres zugemutet werden kann, für jemand anderen unzumutbar sein soll. Ich selbst habe vor vielen Jahren auch meine Wehrpflicht erfüllt, und der Wehrsold eines Wehrpflichtigen lag damals weit unter dem, was Arbeitslose bekamen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Gerechtigkeit?
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Januar 2012 12:06 
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Was ist Gerechtigkeit? ist eine gute Frage, meine Meinung ist aber das man Gerechtigkeit nicht
objektiv sehen kann (das fängt ja schon im Kindergarten an...). Man muss da immer das "kleinere"
Übel wählen.

Meinen Meinung ist verhungern soll natürlich niemand. Aber solche die nicht arbeitend wollen (haben solche Unmenschen in der Nachbarschft) sollten drastische Kürzungen bekommen. Dass große Prblem ist aber das viele Alleinerzeihende Mütter (die wirklich hart arbeiten) nicht ohne Unterstützung des Staates überleben können. Bevor man also Unschuldige in den Ruin treibt, sollte man erst einmal gestze so ändern das. Familien ohne Sozialhilfen rum kommen.

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Nur wer sich ändert bleibt sich treu.

„Es gehört mehr Mut dazu seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.“ (F. Hebbel)


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