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 Betreff des Beitrags: Politisch korrekt?
Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 17:44 
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Irgendwie ist es ja wohl furchtbar modern, daß man alles daran festmacht, ob es politisch korrekt ist. So soll man etwa einen Negerkuß "Schokokuß" nennen, weil das alte Wort rassistisch sei. Ebenso darf man nicht mehr Zigeuner sagen, denn das heißt ja Roma und Sinti. Das geht sogar so weit, daß das beliebte Kinderlied "Lustig ist das Zigeunerleben" aus dem bekannten Liederbüchlein "Mundorgel" verbannt wurde.

Muß man also in Zukunft die populäre Operette von Johann Strauß "Der Sintibaron" nennen? Ist ein Schnitzel mit Paprika/Pilzsauce jetzt ein Romaschnitzel? Was soll der Quatsch denn überhaupt, wo doch sogar die Sinti Allianz Deutschland sich für die Verwendung des Begriffes "Zigeuner" (wertneutral) ausspricht?

Noch dämlicher wird es, wenn man nicht mehr "Eskimo" sagen soll. Empfohlen wird stattdessen "Inuit", was aber Blödsinn ist, denn Inuit ist einfach nur das Eskimowort für "Mensch". Tatsächlich hat diese Bevölkerungsgruppe gar kein Wort für sich selbst. In einem Interview hat sogar mal einer gesagt, er fände es gut, wenn man ihn als Eskimo bezeichnet, denn das Wort bedeutet übersetzt "Rohfleischesser" und sei daher absolut zutreffend, da sein Volk ja in der Tat rohes Fleisch ißt. Das Wort Eskimo abzulehnen sei daher viel rassistischer, weil diese Ablehnung impliziere, daß der Genuß von rohem Fleisch anstößig sei.

Ich lehne also aus gutem Grund den ganzen politisch korrekten Scheiß ab! Das Wort "Neger" verwende ich zwar außer im Zusammenhang mit Negerküssen tatsächlich nicht, aber nicht, weil es rassistisch wäre (ist es nicht, denn es kommt von "niger", was einfach nur Lateinisch für "schwarz" ist), sondern weil es einfach unüblich ist. Meines Erachtens ist die gesamte Political Correctness von Leuten erfunden worden, die einfach keine sinnvolle Beschäftigung haben und vor lauter Langeweile Probleme sehen, die gar nicht existieren! Vermutlich dieselben Sesselfurzer, die sich die Schlechtschreibdeform ausgedacht haben...

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Wir haben in der Vergangenheit nicht deutlich gemacht, daß Nationalsozialisten in erster Linie Sozialisten waren, und daß Nationalsozialisten Leute waren, die im Großen und Ganzen kollektivistische Lösungen angestrebt und durchgeführt hatten. (Edmund Stoiber)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 18:41 
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Darth: es heißt auch nicht SCHWARZES Schaf sondern AFROAMERIKANISCHES Schaf ^^" und Bruno wurde auch nur umgebracht weil er schwarz war - Knut führt ein tolles Leben als "weißer" :wink:

Soooo tut mir leid aber das passte so schön!

Wie du schon sagst: Total überzogen das Ganze! Also für mich heißen die Eskimos Eskimos (Inuit hin oder her)!

Aber ich sag tatsächlich nicht Schwarze oder Neger, da sag ich wirklich immer Afroamerikaner - keine Ahnung hab ich so aus unserem Englischunterricht vom Gym damals übernommen!!! :)

Der Rest zieht an mir sang- und klanglos vorbei! Sollen die sich doch ihren Kopf zerbrechen wie sie typische "Stammesnamen" verschönern können ... zu tun haben die ja anscheinend wirklich nichts!!!
Verdienen tun die natürlich ne Menge (eh klar! Wofür hat der Staat sonst soviel Geld wenn nicht dafür es für solche Idioten auszugeben!)

Das ist alles sowieso nur oberflächliche "Hilfe", die wollen damit das Volk nur in dem Glauben lassen, dass sie ernsthaft Rassismus bekämpfen würden! Dabei tun sie gar nichts! NULL! Die sollten mal an anderen Punkten arbeiten, die den Betroffenen wirklich helfen würden!

So das ist meine Meinung!

Lg


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Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 19:06 
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Ich weiß genau was du meinst. In Österreich haben wir in diesem Rahmen vor kurzem eine Welle der "Gleichberechtigungsveranschaulichung" hinter uns.

In Deutschland gibt es doch sicher auch diese Sitzplätze in öffentlichen Verkehrsmitteln, die für alte Menschen und anders Beeinträchtigte reserviert sind und bei Bedarf zu räumen sind. Diese Sitze sind mit einem Aufkleber daneben markiert. Auf diesen Aufklebern sind seit ich denken kann ein alter Mann, eine Schwangere, ein blinder Mann und eine Frau mit Kleinkind. Jetzt haben sie die abgeändert, weil die ja ganz schlimme Klischees sind, und die neuen zeigen eine alte Frau, eine Schwangere und einen Mann mit Kind. Ich will gar nciht wissen, was dieser sinnlose Schwachsinn (Ist das nicht eine "schöne" Tautologie?) den Staat gekostet hat...

Was ich persönlich aber noch schlimmer finde ist dass sie sogar die Bundeshymne umgedichtet haben. Jetzt soll es auf einmal nicht mehr "Heimat bist du großer Söhne" heißen, sondern "Heimat bist du Töchter Söhne". Hallo?! Mal agbesehen davon, dass das so keinen Sinn mehr macht ist es doch wirklich anmaßend einen Text zu ändern, der vor was weiß ich wie vielen Jahren von jemanden, der viel mehr als Politiker davon versteht, verfasst wurde.

michi171717 hat geschrieben:
Aber ich sag tatsächlich nicht Schwarze oder Neger, da sag ich wirklich immer Afroamerikaner - keine Ahnung hab ich so aus unserem Englischunterricht vom Gym damals übernommen!!! :)

Aber es ist doch nicht jeder Schwarze automatisch Amerikaner, deshalb mag ich diesen Ausdruck eigentlich nicht. Was sagt man dann z.B. zu einem schwarzen Deutschen? Afrogermane?

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Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 19:10 
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Bei uns sind diese Sitze einfach nur mit einem Kreuz markiert, das ist zum Glück politisch neutral. Es sei denn, jemand meint demnächst, daß das religiös diskriminierend sei. Dann müssen wohl bald noch ein Stern und ein Halbmond danebengeklebt werden...

Ich finde diese Markierungen aber eh völlig sinnfrei, denn man sollte eigentlich JEDEN Platz im Bus oder in der Bahn freimachen, wenn ihn jemand braucht, der nicht so gut stehen kann wie man selbst.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 19:14 
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Darth Severus hat geschrieben:
Ich finde diese Markierungen aber eh völlig sinnfrei, denn man sollte eigentlich JEDEN Platz im Bus oder in der Bahn freimachen, wenn ihn jemand braucht, der nicht so gut stehen kann wie man selbst.


Sollte man meinen, dass jeder Mensch soviel Verständnis aufbringen kann, aber dem ist ja leider nicht so :?
Der Sinn dieser Plätze ist, denk ich mal, dass man sie räumen MUSS.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 19:27 
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Mino: das mit dem Afroamerikaner ist ne gute frage! im falle des schwarzen Deutschen würde ich dann wohl Neger sagen ....

Aja und die Bundeshymne ist wirklich der Oberhammer "Töchter Söhne" ... ernsthaft, mit dem Feminismus kann mans ja auch wirklich übertreiben! Es reicht doch schon wenn es jetzt nicht mehr Lehrer heißt sondern LehrerInnen und ArbeiterInnen ... usw ... maßlos übertrieben!

Naja und zum Rest (Kennzeichnung der Bussitzplätze) braucht man ja ohnehin nichts mehr hinzufügen! Schwachsinn, wie du schon gemeint hast!!!

Lg


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Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 19:40 
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Ja, das große Innen finde ich auch immer klasse, wobei ich mir das teilweise schon selbst angewöhnt habe. Es ist aber auch immer wieder lustig, wenn Politiker (besonders jene aus dem linken Lager) ganz betont von "Wählerinnen und Wählern" sprechen. Bei den Sozis auch gerne mal "Genossinnen und Genossen", wobei vor allem ein Herr Müntefering das "Genossinnen" gerne mal so genuschelt hat, daß es letzten Endes wie "Genossen und Genossen" klang... :wink:

EDIT:

Ich hoffe nur, daß sich unsere Regierenden kein Beispiel an euren nehmen, sonst wird unsere Nationalhymne auch noch umgedichtet: "Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Elternland! Danach lasst uns alle streben geschwisterlich mit Herz und Hand!" [img]images/smiles/lacher.gif[/img]

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Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 20:29 
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Das will ich für euch hoffen, auch wenn das komidianitsch gesehen echt nicht schlecht klingt. "Elternland"

Aber ein andere (ernst gemeinter :!:) Vorschlag unsrer tollen Regierung:
Man soll doch bitte ab jetzt nicht mehr Hampelmann sagen, sondern Hampelmensch. Oder zumindestens Hampelfrau, wenn es sich eindeutig um ein weibliches Individuum

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Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Juli 2008 09:51 
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Das Problem mit dem politisch korrekt sprechen ist ja auch das, dass zu meiner Schulzeit "Neger" noch als richtig im Gegenteil zu "Nigger", was schon immer abfältig gemeint war. Dann hieß es Schwarze und mittlerweile Farbige. Wenn man mit Worten aufgewachsen ist, fällt es oft schwer sich umzugewöhnen. :?

Das Männer-Frauen-Dings ist leider wirklich schon lachhaft - mir ist die Bundeshymne schnurz - was bringt es wenn wir Mädels zwar im Text vorkommen, aber nach wie vor keineswegs gleiche Rechte (in der Praxis) haben.

Früher habe ich mich bloß über die Bezeichnung "Weiber" aufgeregt, da das auch meist abfällig gemeint war. Jetzt bin ich der Meinung, dass das Wort aus Frauenmund ganz okay ist - von Jungs will ich es nach wie vor nicht hören. :mrgreen:


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Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Juli 2008 09:58 
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Darth Severus hat geschrieben:
Ich hoffe nur, daß sich unsere Regierenden kein Beispiel an euren nehmen, sonst wird unsere Nationalhymne auch noch umgedichtet: "Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Elternland! Danach lasst uns alle streben geschwisterlich mit Herz und Hand!"


Wirklich fast zum Lachen, wenn es nur nicht so bescheuert wäre... als ob es keine anderen, dringenderen Probleme zu Lösen gäbe, aber nein, Horden von hellen Köpfen verschwenden ihre Energien auf so was. Wobei ich für das Elternland eher weniger gute Chancen sehe, da man als Gegenpart ja "Mutter Erde" anführen kann, aber das "geschwisterlich" gibt mir da schon eher zu denken.

Der Negerkuss heißt bei uns nochmal anders, nämlich Hochdeutsch Mohrenkopf und im Dialekt genuschelt dann in der Tat Mohnkopp. Leider kenne ich mich mit der Etmyologie des Wortes Mohr nicht aus, aber ich finde es doch wertneutral. Sogar Sarotti wirbt mit seiner Schokolade "Die mit dem Mohr".

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Sei nicht verzweifelt, wenn es ans Abschiednehmen geht. Ein Lebewohl ist notwendig, ehe man sich wiedersehen kann. Und ein Wiedersehen, sei es nach Augenblicken, sei es nach Lebenszeiten, ist denen gewiss, die Freunde sind.
Richard Bach


-----------------------------

白樺、青空 南風 
Shirakaba, aozora minamikaze
こぶし咲くあの丘北国の
kobushi saku ano oka kitaguni no
ああ。。。北国の春
ah, kitaguni no haru
季節は都会でわ分からないだろうと
Kisetsu wa tokai dewa wakaranai darô to
届いたお袋の小さな包み
todoita ofukuro no chiisana tsutsumi
あの故郷へ帰ろうかな。。。かえろうかな
Ano furusato he kaerô kana... kaerô kana


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Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Juli 2008 10:09 
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Konstantin Wecker

Sexual Correctness

Darf ich mich zu Ihnen hinbewegen?
Darf ich Ihnen in die Augen sehen?
Darf ich meinen Arm um Ihre Schultern legen,
ohne daß Sie gleich vorn Kadi gehen?

Dürfte ich Sie eventuell auch küssen?
Nötige ich Sie mit etwas Wein?
Ach, was muß man heute alles wissen müssen,
um auch sexuell korrekt zu sein?

Dürfte ich dann auch mal in Sie dringen,
oder schweigen wir zunächst verstört?
Würd Sie gern einmal zum Lachen bringen,
sein Sie nur nicht prinzipiell empört.

Fühlen Sie sich sexuell belästigt,
wenn Sie jemand so wie ich verehrt.
Oder wär'n Sie dann genug gefestigt,
wenn Sie dessenthalben niemand mehr begehrt.

Nein, ich habe nie getrunken.
Ja! Ich bin für Sicherheit.
Sollten wir nicht beide ganz versunken
in den Mond schaun, nur für kurze Zeit.

Dürfte ich vielleicht mal in Sie dringen,
ach, erst eine Diskussion.
Nein! Ich würde Sie nie zwingen.
Nein! Da ist kein geiler Unterton.

Ja! Ich habe eine Steuernummer,
und ich rauch nicht heimlich auf dem Klo.
Unsre Umwelt macht mir ständig Kummer,
und der Feminismus stimmt mich froh.

Und jetzt könnten wir doch in uns dringen.
oft wird was zu Tode diskutiert.
Wie soll jemand irgendwas gelingen,
wenn er niemals irgendwas riskiert.

Kaum kommt etwas übern Teich geflogen,
wieder mal Moral aus Ju, Es, Ei,
wird die Narrenkappe aufgezogen,
stammelt man debil: okay.

Aber sehn Sie nicht die Männerhände ringen.
Niemand weiß mehr, ob und was ihm steht.
Nebenbei: Was halten Sie vom Dringen?
Rein platonisch - wenn's nicht anders geht.

Ach, ich will mich all dem nicht mehr beugen,
meinetwegen sei wer will korrekt.
Ich wag's weiterhin zu zeugen ohne Zeugen,
und mein Anwalt ist nicht unterm Bett versteckt.

Es verschwimmt die klare Überlegung,
wenn man sich wie ich verzehrt,
und bei Ihnen ist mir die Erregung
schon fast jede Strafe wert.

Lassen Sie sich einmal noch verführen
in die Bilderfluten meiner Phantasie.
Ach, wie könnten wir uns schmerzlich spüren,
sexuell korrekt gelingt das nie.

Ach, fast hätt ich's schon vergessen,
was die Lust im Mann entfachen kann.
Frei von ideologischen Exzessen
will ich in Sie dringen - irgendwann.

Ach, fast hätt ich's schon vergessen,
und die Lust schmeckte schon so schal.
Frei von ideologischen Exzessen
will ich in Sie dringen - endlich mal.
;)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Juli 2008 11:30 
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Jim, das Gedicht ist ja herrlich... :lach:

Ich muß mir auch immer wieder an den Kopf fassen, wenn mir die vielgerühmte "Political Correctness" begenet.
Warum z.B. muß man einen Eskimo "Inuit" nennen, bloß weil dieser Volksstamm sich selbst so nennt? Warum muß man das tun, obwohl die Eskimos selbst damit offensichtlich überhaupt kein Problem haben?
Okay, das ist aber noch hinzunehmen, es kostet wenigstens kein Geld.

Anders sieht es da mit den Sitzplatzmarkierungen in der Bahn aus, ich möchte nicht wissen, was für ein Loch das Austauschen derselben in die Stadtkassen gerissen hat. :wall: Das sind Geldbeträge, die für wirklich wichtiges ausgegeben werden sollten, z.B. für die Sicherheit auf öffentlichen Spielplätzen. Ich hab darüber neulich mal einen Bericht gesehen, der mehr als erschreckend war, wenn man da als Elternteil nicht aufpaßt wie ein Schießhund, sind die Kinder an den Geräten wirklich in Lebensgefahr. Das stört an den zuständigen Stellen aber keinen, politisch korrekte Schilder sind ja auch wichtiger. :stupid:

Eine jahrhunderte alte Nationalhymne einfach umzuschreiben hat in meinen Augen auch nichts mit "politisch korrekt" zu tun, sondern eher mit "Traditionen mit Füßen treten", :rolleyes:

Darth hat geschrieben:
Ich hoffe nur, daß sich unsere Regierenden kein Beispiel an euren nehmen, sonst wird unsere Nationalhymne auch noch umgedichtet: "Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Elternland! Danach lasst uns alle streben geschwisterlich mit Herz und Hand!" :lach:

Bitte nicht! :lol:
Wer sich am "Vaterland" stört, der sollte sich mal ins Gedächtnis rufen, daß es im Gegenzug immerhin "Muttersprache" heißt. :mrgreen:

Darth hat geschrieben:
Ja, das große Innen finde ich auch immer klasse, wobei ich mir das teilweise schon selbst angewöhnt habe. Es ist aber auch immer wieder lustig, wenn Politiker (besonders jene aus dem linken Lager) ganz betont von "Wählerinnen und Wählern" sprechen.

Jepp - und demnächst heißt es im Kasperltheater dann auch "Liebe KinderInnen und Kinder".... :wall:
Ach nee, das ist ja immer noch nicht politisch korrekt - es müßte auch KasperlIn, SeppelIn und KrokodilIn heißen. Bild

Thay hat geschrieben:
Der Negerkuss heißt bei uns nochmal anders, nämlich Hochdeutsch Mohrenkuss und im Dialekt genuschelt dann in der Tat Mohnkopp. Leider kenne ich mich mit der Etmyologie des Wortes Mohr nicht aus, aber ich finde es doch wertneutral. Sogar Sarotti wirbt mit seiner Schokolade "Die mit dem Mohr".

Ich kenne den Negerkuß auch als "Mohrenkopf", das scheint dann wohl eine Ableitung aus deinem Dialekt sein. ^^

Das Wort "Neger" ist für mich eigentlich so wertneutral, daß ich beim Reden keinen Gedanken daran verschwende, ob das nun korrekt ist - obwohl ich aus lauter Gewohnheit tatsächlich meist "Farbiger" sage, aber das hat nichts mit bewußter Korrektheit zu tun, sondern eher damit, daß ich es eben in meiner Jugend immer so gehört habe, und der Wortschatz eines Menschen entwickelt sich nun mal meistens aus dem, was er hört. ^^

Ich bin mal gespannt, welche Wörter oder Dinge man sich als nächstes vornimmt. Bestimmt wird bald ein Gesetz erlassen, nach dem die Ampelmänchen zu mindestens 50% durch Ampelfrauchen ersetzt werden müssen, oder man darf nicht mehr "Menschen" sagen, sondern muß politisch korrekt von "MenschInnen" sprechen - wir haben ja auch sonst keine Probleme in diesem Land.... :rolleyes:

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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. August 2008 22:26 
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Ich bin leider gar nicht politisch korrekt. In meinem Wortschatz befinden sich Wörter wie "Behindi", schwuchtelig", "Schwulette", "Idiot", "Weiber" etc. pp.
Nur in der Schule lasse ich das. :mrgreen:
Ach ja, und "Neger" sag ich auch nicht. Komme aus einem sehr politisch korrekten Elternhaus.
Ich würde natürlich nie zu einem körperlich beeinträchtigten Menschen (sagt man das so?) "Behindi" sagen, das ist natürlich klar. :wink:
Aber zu meinem besten Freund, der schwul ist, sag ich schon ab und an "Boah, das wird mir jetzt aber zu schwuchtelig."
"Negerkuss" finde ich in Ordnung. Den Kuss eines Negers zu verspeisen, das ist doch weniger barbarisch als gleich den Kopf eines Mohren. "Mohr" finde ich eigentlich noch rassistischer, denn schließlich heißt es bei Schiller: "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.", womit der Mohr klar als Bimbo (herrlich unkorrektes Wort :mrgreen:) definiert ist.
Was ich allerdings total ablehne, sind weitere Bezeichnungen für verschiedene Volksgruppen. Da greife ich auch ein, wenn ich das höre. "Ossi" geht so gerade noch durch (sorry an alle Ossis), da Wessi ja dasselbe in grün ist, mich aber gewiss nicht beleidigen würde. Aber "Kanacke", "Spaghettifresser" oder "Kantekopp" geht ja mal gar nicht!
Ein Vertreter, nein, eine VertreterIN, des generischen Maskulinums bin ich allerdings auch. Beim Schreiben meiner Examensarbeit hat mich dieses ewige Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler dermaßen angenervt. Besonders, weil man nur soundsoviel Wörter auf einer Seite haben durfte und SchülerInnen bzw. LehrerInnen nicht erlaubt war. Gleich immer zwei Wörter mehr. Einmal hab ich sogar KinderInnen und Kinder geschrieben, obwohl wir Kinder eigentlich auch nicht schreiben durften, da man die Kinder ja als Schülerinnen und Schüler betrachten soll, weil unser Beruf in erster Linie das Lehren und nicht das Erziehen ist ... blubblub. Für mich sind diese kleine Würmer zwischen 6 und 10 Kinder und keine Schülerinnen und Schüler.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 26. August 2008 12:03 
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Zu dem "Innen"-Quatsch fällt mir noch ein, daß schließlich auch kein Mann ein Problem damit hat, als Person bezeichnet zu werden, obwohl es eindeutig DIE Person heißt. Oder müssen wir dann auch das Wort "Personer" einführen? :lol:

Ein kleines Anekdötchen aus dem Star-Trek-Fandom fällt mir übrigens auch noch ein. Als 1986 der 4. Star-Trek-Film "Zurück in die Gegenwart" in die Kinos kam, gab es unter den weiblichen Fans einen kleinen Aufstand wegen einer Szene. In dieser Szene dringen Kirk und McCoy zusammen mit Gillian, einer Frau aus dem 20. Jahrhundert, in ein Krankenhaus ein, um den dort behandelten Chekov zu retten. Kirk und McCoy verkleiden sich dabei als Ärzte, während Gillian die Patientin spielt. Daraufhin gab es einen riesigen Aufstand, daß das ja mal wieder ein ganz typisches Klischee sei, daß die Männer die starken Ärzte und die Frau die schwache Patientin sei.

Genau diesen Aufstand griff später die Autorin des Buches zum Film, Vonda N. McIntyre, auf, indem sie die Szene ein bißchen erweitert. Im Buch regt sich Gillian nämlich kurz darüber auf, daß sie die Patientin spielen soll, worauf Kirk und McCoy völlig entgeistert meinen, daß es doch völlig egal sei, wer den Patienten spielt, und ihr Verhalten merkwürdig bis albern finden. Gillian sieht daraufhin ein, daß im 23. Jahrhundert Frauen offenbar so gleichberechtigt sind, daß die beiden Herren für ihren Protest tatsächlich gar kein Verständnis aufbringen können. Daraufhin spielt sie dann auch bereitwillig mit.

Übrigens werden als Zeichen der Gleichberechtigung bei Star Trek manchmal weibliche Vorgesetzte mit "Sir" angesprochen, allerdings nur im englischen Original.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 26. August 2008 18:00 
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Weibliche Vorgesetzte mit Sir ?? Was ist das für ein Unsinn, normalerweise sagt man "Mam".


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Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 17:30 
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Bisher war ich ja eigentlich der Meinung, daß die Political Correctness belächelnswert und nicht weiter ernstzunehmen ist. Jedoch habe ich nun zufällig ein hochinteressantes kleines Büchlein zum Thema gefunden, welches mich nachdenklich gemacht hat. "Politische Korrektheit: Das Schlachtfeld der TugendwächterBild" von Brandenburgs ehemaligem Innenminister Jörg Schönbohm zeigt deutlich, daß die PC eine ernsthafte Bedrohung für unsere Demokratie und Meinungsfreiheit ist. Ich kann dieses Büchlein jedem nur empfehlen!

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