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 Betreff des Beitrags: Weihnachtswunder
Ungelesener BeitragVerfasst: 24. November 2005 15:29 
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Registriert: 30. August 2005 12:00
Beiträge: 545
Weihnachtswunder


Morgen war Weihnachten – aber was hieß das schon.

In meiner Familie war es ein Tag wie jeder andere, außer dass Vater sauer war, dass die Menschen rundherum alle ein wenig fröhlicher schienen als sonst.
Sie strömten durch die Einkaufsstraßen um Besorgungen zu machen, ständig war fröhliches Lachen zu hören, aber meinen Vater störte das nur.

Er war mürrisch wie immer, stauchte uns Kinder zusammen, wenn wir einen Mucks machten und dachte nicht daran, an Weihnachten etwas Gutes zu finden.
Mutter wurde in dieser Zeit immer sehr traurig. Sie hätte gern Weihnachten mit uns gefeiert. Aber sie traute sich nicht.
Wie oft hatte ich sie des Nachts weinen hören, wenn er sie wieder schlug, und oft schlug er sie sogar in unserem Beisein.

Es war ja gar nicht um der Geschenke Willen. Nein, aber aus den Erzählungen von anderen erschien es mir wie ein Traum, dieses Weihnachten.
Meine kleine Schwester kam zu mir und schaute wie ich aus dem Fenster in die Nacht.
„Severus, wieso dürfen wir dieses Weihnachten nicht feiern? Es muss wunderschön sein, wenn im Zimmer ein echter Baum steht, geschmückt mit bunten Kugeln, Sternen, Girlanden und erleuchtet von unzähligen Kerzen.“

Ich sah sie mit traurigem Blick an und seufzte: „Ja Schwesterlein, das stimmt wohl. Aber sei geduldig und warte bis wir nach Hogwarts in die Schule kommen. Da wird angeblich jedes Jahr Weihnachten gefeiert. Und dann werden wir in den Ferien nicht nach hause fahren, sondern mit unseren Mitschülern gemeinsam feiern.“ Ich hatte mir das schon des öfteren ausgemalt. Für mich war es nächstes Jahr soweit. Es war mein einziger Lichtblick am Horizont.

„Ach, aber ich bin ja ein Jahr jünger als du. Und das heißt, dass du nächstes Jahr nicht heimkommst. Dann bin ich ganz allein mit unseren Eltern. Severus, ich halte das nicht aus. Ich habe Angst vor Vater.“ und sie begann hemmungslos zu weinen und warf sich an meine Brust und ich versuchte so gut es ging sie zu trösten, nahm sie in meine Arme und hielt sie ganz fest an mich gedrückt. Ich hatte heimlich Bücher über Weihnachten gelesen, und auch darüber, dass in dieser Zeit oftmals Wunder geschahen, aber hier bei uns gab es keine Wunder, Vater würde wohl kaum plötzlich zu einem netten Menschen werden.

Aber was war das für ein Lärm an der Eingangstür? Wir schlichen uns leise auf den Gang hinaus und lugten die Treppe hinab.
Dort standen einige Polizisten, und sprachen auf meine Eltern ein.
„Es tut mir leid für sie Mrs. Snape, aber ich kann es nicht ändern. Ich habe einen Haftbefehl für ihren Mann, und er wird wohl nicht so bald wieder nach Hause kommen. Auch wenn Weihnachten ist, tut mir leid.“ und sie hatten unserem Vater Handschellen angelegt und führten ihn hinaus. Er sträubte sich, ging aber dann grußlos mit ihnen.

Als sich die Tür hinter ihnen geschlossen hatte blickte Mutter noch lange dahin. Sie schien es nicht glauben zu können, was da eben passiert war.
„Ma, was ist los?“ wir stürmten beide die Treppe hinab. „Weinst du? Du musst nicht weinen, wir sind doch bei dir.“
Und da blickte sie uns an und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht: „Weinen? Ich? Nein, ich hab keinen Grund zu weinen. Ich hoffe nur, der Polizist hat recht mit seiner Aussage. Kommt zieht euch rasch was Warmes an.“
„Aber wozu? Es ist doch schon später Abend?“ ich verstand nicht, was sie vorhatte.
Aber über das Gesicht meiner Schwester breitete sich ein Leuchten aus: „Frag nicht, zieh dich lieber an.“
Und erst jetzt verstand ich.

Wir beeilten uns und gingen, nein wir liefen beinahe zum nahen Wald. Dort suchten wir gemeinsam ein kleines Bäumchen aus und nahmen es mit heim.
„Aber es sieht so leer aus.“
„Dafür duftet es aber herrlich nach Wald.“
„Keine Angst Kinder. Wo hab ich denn nur?“ Und Mutter stieg die Treppen hoch zum Dachboden und kam nach kurzer Zeit mit einer verstaubten, wohl seit langem unberührten Schachtel zurück. Sie stellte sie auf den Boden, öffnete sie und wir starrten wie gebannt hinein. Da gab es die buntesten glitzernden Kugeln, Strohsterne, Wachsengel, silberne Girlanden und Kerzen in Unzahl.
„Na was sagt ihr? Wollen wir unser Bäumchen damit herausputzen?“ lachte Mutter – oh ich hab sie noch nie so glücklich und unbeschwert gesehen.
Sie nahm ihren Zauberstab und im Nu stand das Bäumchen festlich herausgeputzt da.

„Fröhliche Weihnachten meine Kleinen“
„Fröhliche Weihnachten Ma“

Es gab also wirklich Weihnachtswunder.


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 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 3. August 2009 09:29 
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Registriert: 28. August 2005 12:00
Beiträge: 624
Oh, das ist eine schöne Weihnachtsgeschichte, Jim. :cry: Ich bin ein bisschen gerührt. Keine Ahnung, warum ich sie mitten im Sommer lese, aber trotzdem - einfach schön!


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